Workshops
Unsere Workshopangebote sind für Grund- und weiterführende Schulen konzipiert und richten sich an Schüler:innen von der 2. bis zur 12. Jahrgangsstufe.
In der Regel dauern diese Workshops 90 oder 180 Minuten pro Klasse in den unteren Jahrgängen, ab Jahrgang 10 auch über einen ganzen Vormittag. Die Themen sind altersgerecht aufbereitet und bedienen sich verschiedener Moderations- und Theatertechniken, um schnell mit den Kindern/Jugendlichen auf Augenhöhe ins Gespräch zu kommen.
Workshops im Einzelnen
Durch das interaktive Theaterstück „Oms – das Schubladenmonster“ lernen die Kinder die Welt und das Denken von Oms kennen und helfen Sascha dabei, dem Monster zu zeigen, dass die Welt mehr zu bieten hat als nur Schubladen.
Ziele des Workshops
- Förderung der Anerkennung gesellschaftlicher Vielfalt (Familienkonstellationen, vermeintliche Herkunft, Kulturen, Religionen oder Hautfarben).
- Sensibilisierung für verletzende, diskriminierende und ausgrenzende Vorurteile.
- Stärkung des Selbstwertgefühls der Kinder.
- Förderung eines respektvollen Miteinanders in und außerhalb der Schule.
Schon in sehr jungem Alter erleben und beobachten Kinder Ausgrenzung, Mobbing und Diskriminierung. Deshalb richtet sich das Projekt an Schüler:innen der zweiten Klasse.
Mit Hilfe eines interaktiven Theaterstücks kommen zwei Trainer:innen spielerisch mit den Kindern ins Gespräch über die Themen menschliche Vielfalt, Ausgrenzung und respektvollen Miteinander.
Kurz und knapp
- Angebot für 1. und 2. Klasse.
- Zwei Trainer:innen kommen in die Klasse.
- Pro Klasse 2 Schulstunden.
- Klassenraum genügt, wir bringen alles mit.
- Vor- und Nachgespräche zum Workshop mit Lehrkräften.
- Nachbereitungsmaterial wird zur Verfügung gestellt.
Was ist Diskriminierung? Wie fühlt sich das an? Wenn ich das sehe, was kann ich dagegen tun? Wie kann ich mich wehren, wenn ich betroffen bin?
Diesen Fragen gehen wir gemeinsam mit den Kindern nach.
Der Workshop ist als Grundlagentraining zur Problematik Diskriminierung, Rassismus und Mobbing konzipiert und arbeitet stark mit theatralen und inklusiven Mitteln. Das Element Theater wird hier nicht als Auflockerung, sondern vielmehr als Methode genutzt, die Kinder behutsam und spielerisch mit der Thematik vertraut zu machen.
Ziele des Workshops
- Verantwortungsbewusstsein der Kinder für sich selbst und andere stärken
- Realistische Handlungsmöglichkeiten gegen Diskriminierung vermitteln
- Bestehende diskriminierungssensible Handlungsoptionen stärken
- Ein positives Miteinander inner- und außerhalb der schulischen Umgebung fördern
Diskriminierung und Rassismus gehören zum gesellschaftlichen Alltag. Trotzdem haben die meisten Menschen Schwierigkeiten, diese Phänomene zu identifizieren. Auch in jungen Jahren wird diskriminiert und Diskriminierung erlebt. Allerdings bestehen hier noch keine gefestigten Ideologien. Vielmehr fällt es Kindern leichter als Jugendlichen und Erwachsenen, die Widersprüche zwischen diskriminierendem Verhalten und grundlegenden Werten wie Fairness und Gleichheit zu erkennen. An diesem Widerstandspotential der Kinder setzen wir an.
Kurz und knapp
- Zwei Trainer:innen kommen in die Klassen.
- Pro Klasse 2×2 Schulstunden im Abstand einiger Tage.
- Klassenraum genügt, wir bringen alles mit.
- Nachbereitungsmaterial wird zur Verfügung gestellt.
- Vor- und Nachgespräche zum Workshop mit Lehrkräften.
Luiz hat sich beim Gaming emotional nicht unter Kontrolle. Seine Schwester Sophia möchte gerne in der Schule zu einer Gruppe dazugehören, ihre Unsicherheit wird aber zum Ausgangspunkt für unangenehme Chats. Janne wird gemobbt und weiß sich nicht zu helfen. Und immer reden die Influencer auf dem Handy mit, machen Versprechungen und zeigen ihr vermeintlich perfektes Leben mit perfekten Lösungen für usnere Probleme. Chatgroups spielen die gleiche Hauptrolle wie reale Personen, und wie man damit umgeht, scheint niemand zu wissen, also bringen sich die Jugendlichen alles selber bei, so gut es eben geht.
Ein Theaterstück über die Rollenmuster und das Verhalten von Jugendlichen, Lehrern und Eltern, über ihre Reaktionen auf Social Media und was das alles in uns auslösen kann.
- Theaterstück Länge ca. 50 Minuten.
- Nachbearbeitung mittels anonymem Fragebogen und Plenumsgespräch.
- Bis zu zwei Klassen pro Vorführung möglich.
- Vor- und Nachbereitungsmaterialien für die Lehr- und Fachpersonen.
Ein Mädchen wird auf dem Rummel belästigt. Jemand geht um eine Ecke und sieht eine bedrohliche oder sogar handgreifliche Situation. Alltägliches – und doch fällt es manchmal schwer, im richtigen Moment das Richtige zu machen. Schätze ich das hier richtig ein? Vielleicht hört es auf, wenn ich nur lang genug wegschaue?
Wir reden mit den Jugendlichen über Grenzbereiche, über Moralisches, über Mut und Bedenken und übers Handeln.
Kurz und knapp
- Ab Jahrgangsstufe 7.
- Zwei Trainer:innen kommen in die Klasse.
- Pro Klasse 2 Schulstunden.
- Klassenraum genügt, wir bringen alles mit.
- Vor- und Nachgespräche zum Workshop mit Lehrkräften.
Ein Workshop für SchülerInnen, der sich mit extremistischen Äußerungen auseinandersetzt. Ab wann ist denn etwas extrmistisch, was ist überhaupt Extrem? Und was mache ich, wenn mein Freund/meine Freundin solche Ideen entwickelt?
Wir wollen anhand von Übungen, Tonbeispielen und kleinen Theaterszenen mit den SchülerInnen ins Gespräch kommen.
Workshop 1:
Sexuelle Identität
Bin ich normal, so wie ich bin? Darf ich sein, wie ich mich fühle? Und wer definiert eigentlich normal? Mit Theaterszenen und kleinen Spielen stellen wir uns mit den Schüler:innen der Frage, was (soziales) Geschlecht sein kann. Dabei wird Wert darauf gelegt, auf Augenhöhe mit den Jugendlichen zu sprechen, behutsam zur Vielfalt der Lebensweisen und -wirklichkeiten einzuladen. Der Fokus liegt hier auf der Akzeptanz von Unterschieden und dem Abbau von (erlernten) Ängsten vor dem Anderen/dem Fremden.
Der Workshop geht über 90 Minuten und richtet sich an die Jahrgangsstufe 8 und 9.
- Ab Jahrgangsstufe 8.
- Zwei Trainer:innen kommen in die Klasse.
- Pro Klasse 2 Schulstunden.
- Klassenraum genügt, wir bringen alles mit.
- Vor- und Nachgespräche zum Workshop mit Lehrkräften.
Workshop 2:
Gesellschaft, Herkunft und Pass-Identität
Was macht einen zum Teil der Gesellschaft? Wann fällt es leichter, wann schwerer, gehört zu werden oder seine Interessen durchzusetzen? Und merke ich dann noch, wenn andere gar nicht mehr gehört werden, während verhandelt wird.
Ein Spiel um Stimmen, Stimmrechte und einen Platz in der Gesellschaft. Wer kann sich seinen Platz aussuchen und wer bekommt einen zugewiesen. Und wer darf das bestimmen?
- Ab Jahrgangsstufe 8 und 9.
- Größerer Raum/Turnhalle/Aula
- Ca. 90 Minuten
- Vor- und Nachgespräche zum Workshop mit Lehrkräften.
„Demokratie ist Wählen gehen“ – Ja, auch, aber es gehört soviel mehr dazu, eine demokratische Gesellschaft zu bilden. Durch Übungen werden die Jugendlichen an ein Verständnis für demokratisches Miteinander im Alltag herangeführt.
Workshops zwischen 90 Minuten, einem Vormittag und einer ganzen Projektwoche sind möglich.
Themen sind variabel und in Absprache mit den örtlichen Pädagogen anpassbar: Vielfalt, Fairness, Teilhabe, Verhalten in Gruppensituationen, Umgang mit Mehr und Minderheiten, Grundrechte, etc.
Die Werkstatt für Demokratieförderung wird im Rahmen des Projekts „WIR TUN WAS! – Diskriminierung an Schulen aktiv begegnen“ durch folgende Organisationen gefördert: