Kulturprojekte
Kultur macht Demokratie erlebbar: in unseren Projekten werden Werte wie Mitbestimmung, Toleranz und Verantwortung kreativ erfahrbar. Sie gestalten einen lebendigen Raum, in dem Demokratie nicht nur vermittelt, sondern aktiv gelebt wird. Durch unsere Projekte bieten wir Menschen eine Plattform, sich kulturell angeleitet ausdrücken zu können und dabei demokratische Prozesse mitzugestalten. Wir entwickeln und führen Projekte mit Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Menschen aus verschiedenen Lebenswelten durch.
Neue Projekte sind für 2026 geplant. Für Ideen und Kooperationen sind wir jederzeit ansprechbar.
Auswahl durchgeführter Projekte
Dieses besondere Theaterprojekt bietet Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung eine Bühne, um ihre einzigartigen Geschichten zu erzählen. In der heutigen Welt stehen viele Frauen vor vielfältigen Herausforderungen. Daher ist es wichtiger denn je, ihre Stimmen zu hören. Ebenso bedeutend ist es, ihre Erfahrungen sichtbar zu machen.
Heute stehen Frauen aus Syrien, dem Irak, der Türkei, Tschetschenien und der Ukraine auf dieser Bühne. Trotz ihrer unterschiedlichen Biografien vereint sie eine gemeinsame Stärke und Mut. Sie teilen ihre Erlebnisse, Ängste und Träume – Zeugnisse ihres Lebens, die uns alle inspirieren und Hoffnung schenken.
Frauen eine Stimme geben, ihre Erfahrungen sichtbar machen – das ist das Ziel des Theaterprojektes für Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung unter der Leitung von Inga Blix und Bianca Fiedler.
Hier erzählen sie offen und ehrlich von ihren Erfahrungen, ihren Ängsten und Träumen, vergessen dabei aber nie, was ihnen Hoffnung macht.
Die drei Theaterprojekte Mutmachen (2022), Wege (2023), Wege 2.0 (2024) wurden durch das Referat für Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung der Universitätsstadt Marburg gefördert. Ein weiteres Projekt ist in Planung.
Das Kriegsende am 8. Mai 1945 markiert einen tiefgreifenden Wendepunkt in der deutschen Geschichte. Mit der Kapitulation der Wehrmacht wurde das NS-Regime endgültig besiegt. Die Befreiung vom Nationalsozialismus bedeutete das Ende von Terror, Völkermord und ideologischer Verblendung. Am 8. Mai 2025 jährt sich dieser besondere Tag zum 80. Mal.
Die musikalische Lesung „8. Mai 1945 – Der Tag, der die Welt veränderte“ nimmt diesen Jahrestag zum Anlass, auf die Bedrohung der Demokratie in der Gegenwart hinzuweisen und entschieden gegen rechtsextreme Tendenzen in der Gesellschaft vorzugehen. Angesichts der Verharmlosung des Nationalsozialismus und der Leugnung historischer Fakten ist der Kampf gegen Rechtsextremismus eine historische Verantwortung – und eine Notwendigkeit, um die Errungenschaften der Nachkriegszeit – Frieden, Freiheit und Menschenrechte – zu bewahren.
Das Manuskript basiert auf Zeitungsinterviews, in denen Menschen erzählen, wie sie dieses historische Ereignis erlebt haben. Zu Wort kommen Soldaten aus Deutschland, Russland und den USA, eine Hausfrau aus Korbach, ein Junge aus einer österreichischen Kleinstadt, sowie ein jüdisches Mädchen aus Frankfurt, das im Ghetto Theresienstadt interniert war.
Edith Herbrich (geb. Bär), das jüdische Mädchen, lebt noch heute in Frankfurt und berichtet in Schulen über ihre Erlebnisse. Ihr Bericht endet mit den Worten: Zurück in Frankfurt konnte ihr Vater Akten der Frankfurter Gestapo aus dem Jahr 1944 einsehen. Schon damals stand das Datum fest, an dem Familie Bär aus Theresienstadt abtransportiert werden sollte. Edith sollte am 9. Mai 1945 in Auschwitz vergast werden.
Text und Regie: Kerstin Weiß
Musikalische Leitung und
Komposition: Ulrich Felden
Mit: Inga Blix, Camil Morariu und Daniel Sempf, am Akkordeon Ulrich Felden
Die Werkstatt für Demokratieförderung wird im Rahmen des Projekts „WIR TUN WAS! – Diskriminierung an Schulen aktiv begegnen“ durch folgende Organisationen gefördert: