Fortbildung
Das Wissen um die Funktionsweise von Diskriminierung ist heute Teil professioneller Qualifikation im Arbeitsleben. Wir vermitteln Wissen um die Mechanismen und Erscheinungsformen von Diskriminierung und möglichen Handlungs- und Interventionsperspektiven. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der Diskriminierungsform Rassismus.
Unsere Fortbildungsangebote richten sich an Fach- und Führungskräfte in den Bereichen Soziale Arbeit, Schule, Unternehmen, Verwaltung und Behörden sowie an Vereine und Initiativen. Wir bieten Ihnen einen modularen Aufbau unserer Konzepte und können flexibel auf die spezifischen Herausforderungen in Ihrem Arbeitsfeld reagieren. Gerne entwickeln wir auch zusätzliche individuelle Angebote für Ihre Zielgruppe und Ihre aktuelle Situation.
Unsere aktuellen modularen Fortbildungsangebote
Fachkräfte stehen im direkten Kontakt mit ihrer Zielgruppe und wollen eine bestmögliche Ansprache und Dienstleistung erbringen. Sie brauchen dafür Sicherheit im Umgang mit Diskriminierung sowie mit der Herausforderung möglicherweise selbst diskriminierend gehandelt zu haben. In dieser Fortbildung werden Wissen und Reflexionsfähigkeit gestärkt, um in diesen Situationen über Handlungsoptionen zu verfügen. Wir empfehlen eine Schwerpunktsetzung auf eine ausgewählte Diskriminierungsform, z.B. auf Rassismus.
Konflikte im Team, unter den Adressat:innen der Sozialen Arbeit oder in der Schulklasse gehören zum Alltag vieler Einrichtungen. Forschungen zu Diskriminierung zeigen, dass Fachkräfte viele Vorfälle gar nicht oder erst sehr spät mitbekommen und oftmals nicht richtig einordnen können. Gleichzeitig berichten Betroffene, dass sie sich das Eingreifen und deutliche Positionieren von Fachkräften wünschen. Wo handelt es sich um einen Konflikt, wo um Mobbing und wo um Diskriminierung? Warum ist eine Differenzierung wichtig? Welche Intervention ist sinnvoll? Die Fortbildung befähigt zu einer Unterscheidung der Vorkommnisse und reflektiert unterschiedliche Handlungsperspektiven.
Die eigene Arbeit im Rahmen von Supervisionen zu reflektieren, gehört zum Qualitätsmerkmal Sozialer Arbeit. Auch Fachkräfte in der Schule, der Verwaltung und anderen Behörden nutzen dieses Format, um mit externer Unterstützung ihre Arbeit weiterzuentwickeln. In dieser Fortbildung werden Sie unterstützt, Ihre Arbeit diskriminierungssensibel zu reflektieren, aktuelle Vorkommnisse zu besprechen und neue Handlungsoptionen zu entwickeln. Die in dieser Fortbildung gelernten Methoden können Sie zukünftig, z.B. im Rahmen Kollegialer Fallberatung, auch ohne uns anwenden.
Diese Situation kennen viele: Da macht der Kollege, die Kundin oder der Schüler einen Spruch gegen geflüchtete Menschen. Der Nächste sagt etwas über „die vielen Ausländer in Deutschland“, ein anderer wünscht sich „wieder Ordnung im Land“ und wettert über das „Gender-Gedöns“. Die einen fragen sich, ob es sich lohnt etwas zu erwidern. Andere machen sich Gedanken darüber, ob sie die richtigen Worte finden, oder informiert genug sind, um adäquat zu reagieren. Neben Argumentationsmöglichkeiten und Ansprechstrategien ist in der Fortbildung Raum für kollegialen Austausch zu Erfahrungen und Umgangsweisen.
Zahlreiche Debatten haben in den vergangenen Jahren rund um das Thema Rassismus in Deutschland stattgefunden – Rassismus im Fußball, bei der Polizei, in Kinderbüchern, die Umbenennung von Straßennamen, Demonstrationen rund um Black Lives Matter. Die Frage „Wo kommt du her?“ scheint nicht mehr angemessen. Viele Fachkräfte sind verunsichert: Was darf ich sagen, wie kann ich mich verhalten? Doch was versteht man eigentlich unter Rassismus? Was erleben Menschen, wenn sie Rassismus erfahren? Kann man auch als sogenannte „bio-deutsche Person“ im Ausland Rassismus erleben? Was heißt es, wenn manchmal gesagt wird, unsere Gesellschaft sei „strukturell rassistisch“? Selbst nicht rassistisch sein – das ist ganz schön schwierig. In der Fortbildung stellen wir Ansätze vor, was man tun kann, wenn man Rassismus – beruflich und privat – etwas entgegensetzen möchte.
Nehmen Sie für weitere Absprachen und bei Fragen gerne Kontakt mit uns auf.
| Termine | Nach Absprache |
| Dauer | In der Regel ganztägig; ca. 6 Stunden. Auch kürzere Formate sind nach Absprache möglich. |
| Ort: | auf Anfrage |
| Kosten: | Einzelne Workshops und Fortbildungen sind für Sie kostenfrei, bitte fragen Sie an. Wir haben eine Projektförderung durch das Hessische Landesprogramm „Hessen aktiv“. |
Die Werkstatt für Demokratieförderung wird im Rahmen des Projekts „WIR TUN WAS! – Diskriminierung an Schulen aktiv begegnen“ durch folgende Organisationen gefördert: