Demokratietraining
Bei der Entscheidung damals, da habe ich mich überhaupt nicht gehört gefühlt.
Aber wir haben das doch alle gemeinsam entschieden, warum gibt es denn jetzt so viel Unzufriedenheit?
Unsere Demokratietrainings richten sich an Fach- und Führungskräfte in den Bereichen Soziale Arbeit, Schule, Unternehmen, Verwaltung und Behörden sowie an Vereine und Initiativen.
Demokratietraining für Alltagssituationen
Was heißt, demokratisch zu handeln?
Nehme ich die Bedürfnisse anderer wahr und ernst, bevor ich zu Entscheidungen dränge?
Ist die Abstimmung das einzige demokratische Mittel, das zur Verfügung steht?
Unter welchen Bedingungen sollten wir eine Regel aufstellen?
Demokratie ist nicht nur eine Staatsform, sie muss in der Gesellschaft gelebt werden, um langfristig wirksam zu sein.
Immer wenn Menschen miteinander Interessen austarieren müssen, kann es zu langfristigen Störungen im Miteinander kommen, wenn die Entscheidungsfindung als ungleichwertig, ungerecht oder übergehend wahrgenommen wird. Eine Entscheidung, die alle bewusst mittragen können, erleichtert den Umgang miteinander und erhöht die Zufriedenheit aller Beteiligten.
In einem typischen Training werden sich die Teilnehmenden darüber bewusst, dass sehr oft unterschiedliche Meinungen und Überzeugungen zu grundlegenden Themen wie Fairness, Umgang mit Mehrheiten und Minderheiten, die eigene Einstellung zum Begriff Freiheit im Raum vorliegen.
Eine Wahl wird gerne als das demokratischste aller Mittel angesehen, doch gibt es mehr Perspektiven auf einen demokratischen Umgang miteinander.
Aus diesen Einstellungen erklärt sich oft das Verhalten in gruppendynamischen Prozessen, in denen der Blick auf die Bedürfnisse des Anderen schnell verloren geht und damit eine für alle gangbare Entscheidung zu einem vorliegenden Thema in weite Ferne rückt.
An diesem Problempunkten setzen wir an. Wir möchten mehr Bewusstsein für einen Umgang miteinander schaffen, der auch bei kontroversen Themen oder sich entgegenstehenden Interessenlagen eine Entscheidungsfindung zulässt, mit der stabile Grundlagen für weitere Zusammenarbeit und Zusammenleben geschaffen werden.
Die Betzavta-Methode
Betzavta bedeutet auf Hebräisch „Miteinander“. Entwickelt in den 90er Jahren vom Adam-Institute Jerusalem unter der Leitung von Uki Maroshek-Klarmann.
Die Anerkennung des prinzipiell gleichen Rechts aller Beteiligten auf freie Entfaltung ist der ideelle Metawert horizontalen Respekts der Methode Betzavta.
Zertifizierte Trainer:innen nach der Demokratietrainingsmethode „Betzavta“ vermitteln eine Form der Reflektion über demokratisches Handeln, dass nachhaltig auf den Einzelnen wirkt.
Ziel der Methode ist es, Demokratie als Lebensform und Regelwerk im alltäglichen Miteinander zu erkennen und zu verstehen, das Dilemma mehrerer gleichwertiger Bedürfnisse und Forderungen wahrzunehmen und möglichst auszugleichen.
Spezifische Themen können sein:
- Fairness
- demokratische Entscheidungsfindung
- Freiheit/ Abhängigkeit
- das Verhältnis von Mehrheit und Minderheit
- Grundrechte
- Gleichheit vor dem Gesetz
Unser Angebot
Ein Moderator oder ein Team aus zwei Trainer:innen kommt in Ihre Einrichtung oder zu Ihrer Gruppe und führt nach Absprache verschiedene modulierbare Workshops durch, in denen grundlegende Verhaltensweisen der Entscheidungsfindung erkannt, reflektiert und geübt werden können.
Dauer: Minimum ca. 2 Stunden für eine Schnupperrunde, die Module sind auf 4 Stunden ausgelegt,
Tages- und Mehrtagesseminare sind möglich.
Die Werkstatt für Demokratieförderung wird im Rahmen des Projekts „WIR TUN WAS! – Diskriminierung an Schulen aktiv begegnen“ durch folgende Organisationen gefördert: